Jakobsweg 2018

Gemeinsam den Aufbruch wagen

Junge und ältere waren gemeinsam unterwegs auf dem Jakobsweg. „Gemeinsam den Aufbruch wagen, miteinander Sehnsucht spüren, die gute Nachricht weitertragen und das Ziel nicht aus dem Blick verlieren“ lautete das Motto. Hannah Möller-Nehring und Sophie Stieler berichten wie sie den zweiten Teil der im vergangenen Jahr begonnenen Tour erlebten.

Intensive Tage auf dem Jakobsweg liegen hinter uns! Tage voll Begegnungen, Tiefsinn, Tränen, Lachen und so manchen Blasenpflastern. Gemeinsam ging es auf unseren zweiten Wegabschnitt von Rothenburg ob der Tauber nach Winnenden. Raus aus Bayern, mitten hinein ins schöne Schwabenländle. Statt Bratwürsten gab es nun Maultaschen zum Kartoffelsalat und wir können bestätigen, dass die Menschen in Schwäbisch Hall wirklich schöne Häusle bauen können. Egal wo wir hinkamen, immer standen uns die Türen weit offen und ein jeder wurde durch die Gemeinschaft getragen. Nur laufen musste jeder selbst.

 

Und laufen ist oft gar nicht so einfach wie es klingt. Gut, dass es Menschen gab, mit denen wir uns intensiv und tiefsinnig unterhalten, wahnsinnig viel lachen, uns gemeinsam verlaufen oder einfach nur still und leise nebeneinander herlaufen konnten. So wurden aus flüchtigen Bekannten, treue Weggefährten und alte Freundschaften fanden neue Tiefe.

 

Nach dem Ankommen am Nachmittag blieb noch Zeit, sich auszuruhen oder den Ort zu erkunden. Ganz leise wurde es, wenn alle beim gemeinsamen Abendessen in den Teller „versanken“. Dank an Birgit Winter – die Mutter unserer Jugendsekretärin – dass du uns begleitet, bekocht und dich auf das Abenteuer eingelassen hast! Unser herzlicher Dank gilt auch den Gemeinden und der Missionsschule, die uns auf unserem Weg ein Dach über dem Kopf gaben.

 

Bevor jeder den Abend auf seine Weise ausklingen lassen konnte, reflektierten wir gemeinsam den Tag, mit all seinen Höhen und Tiefen, Umwegen und Irrwegen, lustigen Begebenheiten und wiedergefundenen Sachen. Wir teilten unseren Schmerz und unsere Anstrengungen, genauso wie die schönen Momente des Tages. Und (auch) das gab uns Kraft, am nächsten Morgen wieder neu zu starten.