Familienfreizeit 2016

1, 2, viele – Töchter und Söhne tönen in der schönen Rhön

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Mit Kind und Kegel ging es in der zweiten Pfingstwoche in ein Familienhotel in der Rhön. Tagsüber trafen wir uns zu gemeinsamen Aktionen in der Umgebung, was trotz vieler unbekannter Faktoren (Aufstehzeiten, Mittagsschläfchen, Kinderkrankheiten, Übermüdung, etc.) erstaunlich gut geklappt hat. Gleich am ersten Nachmittag spazierten wir durch das „Schwarze Moor“ und lernten die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt kennen („Sind das jetzt DIE Moorhühner?“). Ansonsten besuchten wir den Wildpark Gersfeld mit schwarzköpfigen Rhönschafen und einer Ziege, die eher in einen Kung-Fu-Film statt in einen Streichelzoo gehörte.

Auf der geschichtsträchtigen Wasserkuppe, dem höchsten Berg der Rhön gab es neben vielen Segelfliegern auch eine Art Freizeitpark mit Sommerrodelbahnen, bei denen die Kinder aber nicht unbegleitet fahren durften – sehr zum Leidwesen der Eltern, versteht sich.

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Ein Ausflug ins Freilandmuseum Fladungen brachte uns Einblicke in das Leben vor über 100 Jahren. Nicht nur von außen waren die alten Häuser beeindruckend. Im Inneren wurde die Einrichtung aus verschiedenen Epochen ausgestellt. Einerseits kam hier ziemlich viel Bullerbü-Romantik auf, andererseits wurden wir mit einem beklemmend aktuellen Thema konfrontiert. In einem der Häuser war ausgestellt, wie dieses nach dem zweiten Weltkrieg neben den Inhabern von drei (!) Flüchtlingsfamilien bewohnt wurde. Ein Highlight war außerdem eine Stelle mit alten Kinderspielsachen für draußen, wo Kids und Eltern mit ein paar Ringen, Stöcken und Seilen riesigen Spaß hatten, ganz ohne Plastik und Strom.

Am Nachmittag ging es meist noch ins Schwimmbad, wo sich die Kinder so richtig auspowern konnten. Nach einem reichhaltigen Abendessen und dem großen „ins Bett bringen“ trafen sich die Eltern zum gemütlichen Ausklang des Tages, der manchmal ganz schön lang werden konnte: jedenfalls so lang, wie die aufgereihte Babyphone-Armada schwieg. Dann konnten wir Eltern viel Kraft tanken, bei gutem Wein, regionalem Bier und Gesprächen, die tiefgründig, aber auch herrlich albern sein konnten. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit, die vielen neuen Erfahrungen, und die Gespräche am Abend.